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#vegantribes: Darf ich vorstellen … Annette und Marco Bruhin von VEGANLIFELOVERS

Mit diesem Beitrag starte ich zugleich eine neue Serie, die ich #vegantribes nenne. Hier möchte ich euch regelmässige inspirierende Veganer*innen vorstellen (aufgrund der Thematik meines Blogs natürlich in erster Linie vegane Familien, das heisst Mütter, Väter, Kinder, Grosseltern und alle anderen Lebewesen, die Teil eines tribes sind).

Los geht’s!


Den Anfang machen Annette und Marco Bruhin von veganlifelovers.com (ein grosses MERCI an euch!). Die beiden haben einen Sohn Noah, leben vegan, beraten Menschen bei ihrem ersten Schritt in ein veganes Leben und schreiben wirklich ganz tolle Kochbücher (→ Blogpost folgt noch!). Auf ihrer Website bzw. Blog geht es ums Thema vegane Ernährung für die ganze Familie, wo ihr jede Menge spannende Beiträge und hilfreiche Tipps findet. Als ich den Blog entdeckt habe, war ich total begeistert und habe natürlich sofort die Gelegenheit genutzt, den beiden ein paar Fragen zu ihrem veganen Familienleben zu stellen…

BruhinFoto

∗ Stellt euch doch kurz vor: Wer seid ihr? Was macht ihr gerne und wie ist euer Leben so? 

“Wir sind Annette und Marco Bruhin, die Gründer der Website www.veganlifelovers.com und Kochbuch-Autoren von „Vegane Familienküche (NGV 2015)“ und Co-Rezeptautoren von „Peace Food – Vegan einfach schnell (GU 2015)“ und „Das Lebensenergie-Kochbuch (Arkana 2016)“. Seit 1998 sind wir ein Paar und 2001 kam unser Sohn Noah dazu. Wir lieben es, zusammen zu kochen, Kochrezepte zu entwerfen, Sport zu treiben und zu reisen.”

Warum lebt ihr vegan? Wie hat euch die vegane Lebensweise verändert?

“2011 las Annette das Buch „Peace Food“ von Dr. Ruediger Dahlke. Schwer beeindruckt davon wurden wir erst einmal zu Vegetariern mit einem winzigen Anteil an Milchprodukten in unserer Ernährung. Sohnemann Noah zog vom ersten Augenblick an mit. Er entschied sich aus dem Bauch heraus dafür, ab sofort kein Fleisch mehr zu essen. Im Frühjahr 2012 besuchten wir unsere erste „Fasten-Wanderwoche“ bei Ruediger Dahlke. Viele aufschlussreiche Gespräche mit Ruediger und Vorträge während des Fastens führten dazu, dass wir als Veganer nach Hause kamen. Durch die vegane Lebensweise sind wir noch bewusster geworden als wir ohnehin schon waren. Unsere Sinne wurden definitiv noch einmal feiner.”

∗ Euer Sohn Noah ist ja bereits ein Jugendlicher (nicht so wie meine 2-jährige Tochter, die noch wenig versteht): Wie habt ihr ihm den „Veganismus“ bzw. den veganen Lebensstil näher gebracht oder erklärt (wenn das überhaupt nötig war)? Wie geht er damit um?

“Ja, Noah wird bald 15. Bei uns lag am Anfang viel Infomaterial herum, das er sich als Leseratte „reingezogen“ hat. Wir haben ihm im Prinzip nur gesagt, dass wir den Konsum von Tierprodukten fortan nicht mehr unterstützen möchten und dass es aber seine Entscheidung sei, wie er das handhaben wolle. Eine Zeit lang wollte er auch noch Käse essen und den haben wir ihm auch gekauft. Milch hat er schon länger nicht mehr getrunken, da er die gar nicht verträgt und mit Hautausschlag darauf reagiert.”

∗ Habt ihr euch schon überlegt, wie ihr damit umgehen würdet, falls Noah in der Zukunft mal die vegane Lebensweise ablehnen sollte?

“Es ist Noahs Leben, das haben wir schon akzeptiert, als er noch Vegetarier war und wir schon vegan. Wir haben ihn dazu erzogen, selbständig zu denken. Seine Entscheidungen respektieren wir.”

∗ Was waren bisher die grössten Herausforderungen, die sich als vegane Mutter/Vater/Familie gestellt haben?

“Wir sind beide Widder ;-), deshalb lieben wir grundsätzlich Herausforderungen. Sie motivieren uns, über unsere eigenen Grenzen hinaus zu gehen. Die wohl grösste Herausforderung war der erste Schritt ins vegane Leben. Deshalb beraten wir nun auch Leute dabei. Der Leitspruch auf unserer Website „ Wir helfen Menschen, die ihre Familie vegan ernähren wollen, damit die ganze Familie freudig, gesund und ausgewogen is(s)t.“ soll wegweisend sein. Die vegane Lebensweise wird von uns freudig vermittelt, das Positive daran wird betont.”

∗ Erhaltet ihr negative Reaktionen? Wenn ja, welche?

“Nein. Wir missionieren nicht, wir leben vor. Das kann fast jeder Mensch besser annehmen.”

∗ Wie sieht es mit den schönen Momenten aus? Haben euch andere Menschen, Verwandte, Freunde oder Noah auch schon positiv überrascht?

“Ja, immer wieder. Viele Verwandte und Freunde und auch Noah beschäftigen sich durch uns mit der veganen Lebensweise oder leben sie unterdessen sogar. Noah überrascht uns immer wieder mit seinem enormen Wissen über den Veganismus, den er (wenn gefragt) auch mit einer Selbstverständlichkeit unter die Leute bringt. Chapeau Noah!”

∗ Ihr habt ja letztes Jahr ein veganes Kochbuch herausgegeben und auch schon Rezepte zu anderen Kochbüchern beigetragen. Wer von euch kocht denn meistens Zuhause? Was ist euch beim Kochen und Essen besonders wichtig oder achtet ihr auch auf andere Aspekte (nebst der veganen Ernährung)? veganefamilienküche

“Zu Hause kocht unter der Woche meist Annette, da Marco auswärts arbeitet. An den Wochenenden und in den Ferien schwingen wir aber so viel wie möglich gemeinsam die Kochlöffel. Wir ernähren uns meist frisch, vollwertig und glutenfrei.”

∗ Was wünscht ihr euch von der veganen Gemeinschaft (ganz allgemein)? Fehlt euch etwas? Was könnte „Mensch“ besser machen?

“Stärken stärken schwächt Schwächen! Unsere Website wird aus diesem Grund bewusst positiv gehalten. Es nützt niemandem, an der Grausamkeit und der Ungerechtigkeit der Massentierhaltung zu zerbrechen. Aber es kann enorm viel geschehen, wenn man freudig bei sich selbst verändert und verbessert. Wir wünschen uns von Herzen, dass die Menschen selbst die Veränderung sind, die sie sich von der Welt wünschen.”

Vielen lieben Dank an Annette und Marco!

Für alle, die mehr wissen wollen, schaut doch mal auf ihrer Website veganlifelovers.com vorbei! Es lohnt sich. 🙂

 

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